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Partizipation in der Grundschule Weyhausen!

In der Grundschule Weyhausen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit der Mitbestimmung und -gestaltung des Schulalltags. Dabei werden Kompetenzen gefördert, die für das Leben in einer Demokratie benötigt werden.

Möglichkeiten, aktiv mitzuarbeiten, bieten sich ...
  • im Unterricht durch die Durchführung des Klassenrats (ab Klasse 2)

  • in den großen Pausen durch die Übernahme der Pausenspielausleihe und der Schüleraufsicht an den Schulhoftüren

  • durch die Wahl von Klassensprechern (3. und 4. Klasse)

  • die Mitwirkung von Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgruppen (z.B. zur Vorauswahl des zukünftigen Schulnamens)

Der Klassenrat an der Grundschule Weyhausen

Der Klassenrat ist nach Hanna Kiper als ein "Instrument zur Förderung der Selbst– und Mitbestimmung in der Schule" zu sehen. Er dient zur demokratischen Entscheidungsfindung und Problem- und Konfliktlösung von klassen- und gruppenbezogenen Prozessen zur Verbesserung der Gruppendynamik, der Sozialstruktur und der Kommunikation. Meinungsfindung, Kritikfähigkeit, auch das Vertreten eigener Interessen und Rücksichtnahme werden gefördert.Durch den gemeinsamen Prozess im Klassenrat gelingt es den Schülern Entscheidungen zu erzielen, die durch Diskussion und Abstimmung begründet sind.
 
Lerneffekte  für die Schüler:
  • sich gegenseitig zuhören
  • andere verstehen lernen
  • höflich sein im Umgang miteinander
  • sich mit gegenseitiger Achtung zu begegnen
  • konstruktiv mit Konfliktsituationen umgehen lernen
  • Probleme verbal zu bewältigen
  • Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl stärken
  • sich und andere zu akzeptieren
  • Selbstständigkeit / Selbstverantwortung
  • fair miteinander umgehen lernen
Themenbeispiele: Was kann im Klassenrat besprochen werden?
  • Konfliktsituationen
  • Wünsche und Ideen der Kinder, was ihnen am Herzen liegt
  • Klassen-, Schul-, Pausenregeln
  • Umgangsformen
  • auch schöne Vorhaben der Klasse und Schule z.B. Ausflüge
Wie `funktioniert´ der Klassenrat?

Der Klassenrat sollte regelmäßig eine Unterrichtsstunde ab Klasse 2 stattfinden und fest im Stundenplan verankert sein. Ein Übergangsritual für diese Stunde findet jede Klasse selbst!
Der Klassenrat wird für den  2. Jahrgang durch die Lehrkraft moderiert. Später kann  die Verantwortung auf die Kinder übergehen. Themen für die Stunde werden dem Lob- und Kummerkasten entnommen.
 
Gesprächsregeln
  • persönliche Ansprache (mit Namen)
  • sprich über dich selbst und nicht von anderen
  • einer spricht, die anderen hören zu (mit einem Erzählstein o. ä.)
  • die anderen Teilnehmer dürfen anschließend
  • eine Verständnisfrage stellen
  • eine Meinung dazu äußern
  • ein Anregung dazu geben
  • Ich – Botschaften senden
  • "Ich möchte, dass…."
  • "Ich wünsche mir…"
  • "Mir hat nicht gefallen…"
  • "Ich fand gut, dass…"
  • über Vorschläge wird gemeinsam abgestimmt (Mehrheitsprinzip)
 
Konfliktsituationen / Streit

1. Schritt: Klärungsrunde

Ein Zettel wird dem Lob- und Kummerkasten entnommen. Die betroffenen Kinder erhalten die Möglichkeit, das Geschehene aus ihrer Sicht darzulegen.

2. Schritt: Lösungsrunde

Gemeinsam werden Lösungen gesucht.

3. Schritt: Vereinbarungsrunde

Im Klassenbuch wird der Beschluss schriftlich festgehalten. 

Rolle der Lehrkraft

  • sorgt dafür, dass Regeln aufgestellt und eingehalten werden

  • gibt Impulse

  • beschützt, vermittelt, stärkt, unterstützt

  • fasst Ergebnisse zusammen und schriftlich als Eintrag im Klassenratsbuch


Literaturhinweis:  Kiper, Hanna (1997) Selbst- und Mitbestimmung in der Schule - Das Beispiel Klassenrat - Schneider - Verlag

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